Auf sein 40 jähriges Bestehen konnte der Fanfarenzug Mühringen im                

Jahr 2002 zurückblicken. Ein stolzes Alter, bedenkt man die Einzigartigkeit

der Musik in der näheren Umgebung. Geprägt von Höhen und Tiefen

während dieser Zeit hat sich das Ziel, das sich einst eine Hand voll Männer

gesetzt hatten, nämlich das Brauchtum und die Pflege mittelalterlicher

Fanfarenmusik, doch durchsetzen und bestehen können.

 

In der heutigen Zeit des Hipp-Hopp und der eher fröhlichen Töne von

Guggenmusiken mit modernem, elektronischen Klangarrangements ist es

auch für den Fanfarenzug sehr schwer, Jugendliche und damit dringend

erforderlichen Nachwuchs zu begeistern. Eine Fanfare ist eben keine Trompete.

Man hat nur die Grundtöne zur Verfügung, die das Instrument als Naturtöne

hergibt – Geübte sind freilich in der Lage, in höheren Tonlagen auch

etwas mehr melodiös zu spielen – das ist aber ja auch nicht Sinn und

Zweck der Sache.

 

Man hatte sich entschlossen, bei der Naturfanfarenmusik zu bleiben,

und durch den Beitritt beim Verband südwestdeutscher Fanfarenzüge, der

dieses Vorhaben peinlichst pflegt und fördert, fand man Unterstützung.

Die jährlich stattfindenden Verbandstreffen bilden den Höhepunkt jeden

Vereinsjahres – es läuft so manchem „die Katz den Buckel herunter“, wenn

man inmitten von 45 Fanfarenzügen und damit inmitten von Tausend bunt

gekleideter Landsknechte steht und gemeinsam musiziert. Die  dumpfen

Schläge der  Pauken donnern weithin hörbar durch die Straßen und mehr

als Hundert Fahnenschwinger lassen ihre kunstvoll gestalteten Schwing-

fahnen durch die Luft schneiden.

 

Erlebnisse dieser Art machen es aus, dass bereits Einige Aktive 20 Jahre

und mehr dabeigeblieben sind – es werden jährlich Bläser-  und Trommler-

Ausbildungen angeboten, zu denen auch Fanfarenmusik-Begeisterte aus der

Umgebung herzlich willkommen sind.